Ich bin Tam*.

 

Ich mag Eis, bewegende Begegnungen, tanzen, texten und spielen.

 

Persönliche und politische Beschäftigungsfelder sind unter anderem: queerer Aktivismus, Diversität in Kidsbüchern, Beziehungsanarchie, Nähenormen, Körperpolitiken, sexualisierte Gewalt, Emotionen, Dominanzkulturen, alternative Formen des Zusammenlebens. Ich mache hin und wieder Performances und Installationen und wirke gern bei Projekten mit! :] (z.B. Queerulant_in, Wer-lebt-mit-wem-Camp, Kinderbuchkino).

 

In meinen Arbeiten beschäftige ich mich mit dem vermeintlich Selbstverständlichen, dem was als natürlich gilt, mit Normativitäten und sozialpolitischen Machtverhältnissen und dem Verhältnis zum Individuum.
Der Körper spielt deshalb eine wichtige Rolle, weil Körper mit mir verknüpft ist, und auch Träger politischer Verhältnisse ist.

 

An unseren Körpern und der Reaktion darauf zeichnet sich ab, was erwünscht, gewollt ist, und was nicht oder reglementiert ist. Wir können an ihm Resultate sozialer Ver_Formungen sehen. Im öffentlichen Raum werden mir die Grenzen meiner Lebensweisen und Ausdrucksmöglichkeiten bewusst. Wer und was überhaupt sichtbar sein kann und wer nicht. Wer wie handeln kann und wer nicht. Wer unhinterfragt auf bestimmte Weisen sein kann, und wer nicht?

 

Wir können nicht in den öffentlichen Raum treten ohne mit Zuschreibungen und Erwartungen konfrontiert zu sein, beispielsweise an unser Gender, unser Begehren, dem was als gesund gilt, Alter, Ethnie.. Wie ich mich äußern, handeln, kleiden, schmücken kann, wo wie Farbe auf meinen Körper kommt ist stark von Konventionen reguliert. Und manchmal erfahren wir schlimme Sanktionen, wenn wir von der Norm abweichen.

 

Wir kennen sicherlich alle Situationen, in denen wir uns kaum trauen, aus der Norm zu fallen oder gar exzentrisch zu sein. Wir schaffen Situationen in denen wir das sein können, z.B. in künstlerischen Settings, Spielen, Events. Deswegen ist es so wichtig, diese Räume zu öffnen und ins Alltagsleben lassen.

Ich möchte nicht akzeptieren und nicht akzeptiert sehen, dass nur bestimmte Lebensweisen in bestimmten Settings nicht möglich oder unmöglich sind.
Unsere Körper gehören nicht nur uns, weil sie verwertbar und vermarktbar sind, weil sie in Konkurrenz miteinander treten können, weil sie unter Gesetze gestellt werden. Aber wir haben auch eine soziale Verantwortung mit ihm. Wir beeinflussen unsere Umwelt, wir verfestigen oder öffnen Konventionen, wir können entschranken.

 

Ich begreife Körper als Leinwand, als Medium und als politisches Statement.

 

Ich will zu Denkprozessen anregen, sichtbar machen, bewegen, hinterfragen, aus der Komfortzone locken, Positionierungen provozieren. Ich will empowern. Und inspierieren, auch zum mutig sein. Das gilt auch für mich. Diskursräume öffnen und in Diskurs treten mit mir selbst und Anderen.

Tams Blogpost: "wastanztist"

https://decaffeinatedbouquetninja.wordpress.com/